Jedi: Fallen Order – Ein Fall für die Müllpresse!

In diesem Blogartikel will ich mal meine Erfahrung und Meinung zum neuen Star Wars Spiel “Jedi: Fallen Order” hinterlassen. Wie viele andere hab ich mich gefreut als die Ankündigung 2019 kam und dass das Spiel auch schon Zeitnah erscheinen soll. Die Grundprämisse gefiel mir jedoch schonmal überhaupt nicht: irgend eine lahme Story die mir erzählt was mit den Jedi nach Order 66 passiert ist. Hatten wir jetzt eigentlich schon ausreichend. Weiter gehts mit der Hauptfigur: ein Mensch, noch dazu eine weiße männliche Hackfresse mit roten Haaren. Welches Jahr haben wir? Warum nicht eine der zahlreichen anderen Spezies aus dem Star Wars Universum, warum nicht eine gewisse Auswahl an Spezien samt Geschlecht oder zumindest die Wahl zwischen Mann oder Frau. Dieses Spiel vermittelt: Jedis waren alles nur dumme weiße alte männliche Menschen und eigentlich wissen wir aus den Filmen dass es anders ist.

Ab hier ein kleiner Disclaimer zu meiner Gaming Erfahrung: 2017 hab ich mir mit der PS4 seit langem Mal wieder eine aktuelle Spielekonsole zugelegt, hab GTA V und ein paar Rennspiele gesuchtet und mich komplett in das fantastische Horizon Zero Dawn verliebt. Horizon Zero Dawn ist für mich der Titel mit dem sich Jedi: Fallen Order messen muss.

Aber ok, dachte ich mir, ich lass mich trotzdem auf das Spiel ein, vorallem weil wir ja abseits der Multiplayer (örks) Shooter und ein paar netten iOS Games seit Jahren am Hungertuch nagen was Vielfalt an SW Games angeht. Bei der Einführung aber gleich die nächste Enttäuschung. Ein geführter Parkour mit einer dämlichen “Triff dich mit deinem Freund, der den direkten Weg gehen kann und random immer mal wieder auftaucht, während du einmal Querfeldein musst” Begründung. Dabei bekommt man gleich mal alles an klettern, springen, hopsen, fallen, Seil schwingen, sterben aufs Auge gedrückt. Man hat keine Zeit sich mit der Spielwelt vertraut zu machen. Auch der Parkour selbst wirkt total konstruiert nur dafür. Wo bin ich da eigentlich lang gerannt? Eine Bodenstation, ein kaputter Sternenzerstörer, eine Raumstation? Keine Ahnung. Am Ende ein sinnloser Endgegner Kampf von dem man weiß dass man ihn eh verlieren und überleben wird. Gähn. Auch hier: welches Jahr haben wir? Gehts nicht noch unkreativer? Den einzigen Spaß bis dahin hat mir das Abwehren der Stomtrooper Schüsse mit dem Lichtschwert bereitet.

Bis auf den ersten Planeten bin ich auch noch gekommen. Hier bekam ich eine öde Steinfelsschluchtlandschaft zusehen mit ein paar merkwürdigen Gegnern. Beim nächst größeren bin ich direkt bei jedem Anlauf ihn zu töten gestorben. Etwas später bekam ich den Eindruck dass ich die Bestie garnicht besiegen muss, sondern das Ziel darin besteht ihr zu entwischen. Nach stundenlangem Herumirren, Klettern, Hüpfen, Schwingen, Sterben und nicht der Spur einer Idee ob ich jetzt gerade auf dem Pfad der Hauptquest bin oder nicht erlerne ich plötzlich in einem Flashback eine neue Fähigkeit und ich muss mich daran erinnern wo ich die jetzt einsetzen kann damit ich weiter komme. Nachdem ich dann ein kleines Stück in der Story weiter kam kann ich den Planeten schon wieder verlassen. Das wars schon? Ich dachte da kommt jetzt noch was und warum wurde ich hier nich noch vom Spiel besser an die Hand genommen?! Puh. Weiter nach Dathomir. Nach der ersten Begegnung mit viel zu großen Spinnen (AAAAAAAH ._.) gruselt mich der Planet und ich hab nicht mehr so richtig Lust, freue mich aber über die nächsten neuen Gegner. Diese Spawnen aber irgendwie auch komisch, nachdem ich (zum X-ten Mal, in der Spielstufe “Leicht”) gestorben bin.

Optisch fand ich das Spiel nicht schlecht, vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Für ein Spiel am Ende einer Konsolen Generation hätte ich mehr erwartet.

Bin ich zu doof für das Spiel, sollte ich es weiter auf der Storymodus Schwierigkeitsstufe spielen in der Hoffnung dass es besser wird, ist das Spiel mit seinem Gameplay (Titanfall hatte ich kurz angespielt, gefiel mir ebenfalls nicht) nichts für mich oder dieses Game einfach nur totaler liebloser Schrott und wir alle klammern uns einfach nur daran wie an einem rettenden Strohhalm weil es nach einem JAHRZEHNT(!) das erste Single Player Game ist und wir nicht wissen wann und ob überhaupt das nächste kommt?! Vermutlich genau deshalb werde ich es demnächst nochmal versuchen…

Ich schwing mich jetzt wieder hinter das Lenkrad in “Need for Speed: Heat”, das etwa zu selben Zeit raus kam und hier hat EA tatsächlich viel gelernt und es gut umgesetzt, bisher hatte ich damit deutlich mehr Spaß!

May the NOS be with you!

(Den Text habe ich auch unter die aktuelle Folge von Radio Tatooine gepostet, wollte ihn aber hier nochmal abbilden.)

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