The Imitation Game (Review)

Dieser Blogpost kann Spuren von Spoiler enthalten!

Am Wochenende hab ich mit "Kino-Mario" den Film The Imitation Game gesehen, von dem ich bis dahin nicht viel mitbekommen hatte, ich wusste nur dass es um Alan Turing und das Knacken der Enigma während des zweiten Weltkrieg geht. Was mein Wissen darum angeht ist es auch eher arm bestellt, wusste vorher jedoch mit seinem Namen und auch dem Turing Test anzufangen, auch von Enigma hatte ich nicht das erste Mal gehört. Aber genau dass sollte bei jedem der Standard sein. Neu war mir aber dass er homosexuell war. "Dann ist das halt so" würde ich sagen, aber in Turings Fall ist das ja nochmal etwas anderes.

Enigma, Photograph by Rama, Wikimedia Commons, Cc-by-sa-2.0-fr Enigma, Photograph by Rama, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0-fr

Zwei Dinge in diesem Film haben mich fasziniert. Zu einem wie damals schon verschlüsselt werden konnte und wie klein die Enigma ist (und wie groß die Maschine ist um sie zu knacken). Die andere Sache war dass nebst der Judenverfolgung damals eines noch krasser war: der Umgang mit Homosexualität. Die war damals strafbar. "WTF?" hab ich gedacht. Das war mir neu. Aber darüber will ich mich jetzt nicht weiter aufregen. Erwähnen möchte ich hier aber noch dass Alan Turing posthum erst 2013 von der Queen begnadigt wurde. So spät erst? Wenn man bedenkt was der Mann geleistet hat.
Auch interessant ist wie lange die ganze Enigma Sache geheim gehalten wurde. Niemand sollte ja wissen dass diese Maschine geknackt wurde, auch wenn der Krieg vorbei war. Irgendwo nachvollziehbar.

Aber mal zum Film selbst. Ich habe eine Schwäche für braune Augen, eben diese hat die weibliche Nebendarstellerin Keira Knightley, dir mir in dem Film sehr gefallen hat. Ungewohnt war es Benedict Cumberbatch mal nicht in der Rolle des superklugen Mannes zusehen (nein Into Darkness hab ich noch nicht gesehen). Naja, schon klug, aber ein wenig merkwürdig. Wie Genies eben so sind. Seine Verkörperung von Turing hat mir dennoch sehr gut gefallen, auch die anderen Figuren waren gut besetzt und Charles Dance (<3) hatte auch wieder seine übliche "I'm the Boss" Rolle. Tatsächlich konnte ich mich ganz gut in die anderen hineinversetzen, zum einem was ihre Arbeit anging aber auch den Umgang mit Alan Turing und auch in deren Lage als es endlich soweit war. Ein Blick auf die andere Seite hätte ich mir gewünscht und zum Schluss einige historische Fotos von der Maschine, den Menschen, des Bletchley Parks etc. Und ein paar mehr Fakten. Nur der Todestag und die Begnadigung wurde erwähnt.

(Dem Wikipediaeintrag nach wurde wohl erst spät öffentlich darauf aufmerksam gemacht und Bürger bemühten sich aktiv um eine Aufhebung des Urteils!)